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Böhmisch-mährisch-schlesischer Adventsmarkt

Am 29.11.25 fand – wie jedes Jahr zu Beginn der Adventszeit –  der böhmisch-mährisch-schlesische Adventsmarkt im Sudetendeutschen Haus statt, den wir musikalisch umrahmen durften. An schön geschmückten Ständen konnten nicht nur filigrane Bastelarbeiten bewundert werden, es gab weihnachtliche Leckereien und Handwerkskunst aus dem Sudetenland.

Hier ein paar Impressionen:

Bilder: U. Ulrich

Tanzlfest 2025

Am 24.11.25 fand abends ab 18:00 Uhr dann im gut besuchten und an herbstlich geschmückten Tischen im Stifter-Saal das Tanzlfest der Böhmerwald Sing- und Volkstanzgruppe München statt. Nun bereits zum 5.Mal. Dieses nun schon traditionelle Ereignis wurde in den Wochen vorher gut vorbereitet. Zweimal am Mittwoch und an einem Donnerstag wurde von der Gruppe jeweils eingeladen und angeboten, die beim Tanzfest geplanten Tänze zu erlernen und vorzubereiten. Dies war aber nicht verpflichtend zur Teilnahme am besagten Abend. Denis Simoens und Florian Slawik als Tanzleiter haben sich sehr viel Mühe mit der Vorbereitung gemacht, angefangen mit dem Plakat zur Einladung bis zur Zusammenstellung der geplanten Tänze. Nach der Begrüßung ging es sofort mit einem Auftanz mit allen Gästen los und darauf gleich einen Landler. Die Musik kam von der Altbayerischen Wirtshausmusik mit Franz Klampfl. Es gab 10 Gruppen mit je 3 oder 4 Tänzen, die gezeigt und miteinander getanzt wurden. Einfache Tänze wie Kikeriki oder Marschierpolka wurden ebenso getanzt wie Niederbayerischer Landler oder der schnelle Stockholm Schottisch. Die Tanzfläche war immer gut gefüllt und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Getanzt wurde mit viel Freude bis 22:15 Uhr, bevor festgestellt wurde, dass Kathrein den Tanz einstellt und mit dem Abschlusslied „I bedank mi bei de Spuileit“ ein sehr heiterer und erlebnisreicher Abend zu Ende ging. Die vielseitige Meinung -bitte bald wieder!

Unser Dank geht an alle dienstbaren Geister, vor allem die Tanzleiter, das Sudetendeutsche Haus für die Überlassung des Saales und ans Haus des deutschen Ostens für die finanzielle Unterstützung dieser Unternehmung.

R. Ruchty

Bilder: U. Ulrich

Monatstreffen November OG

Der 24.11.2025 war ein sehr ereignisreicher Tag….

Am Nachmittag fand im Würfelzimmer des Sudetendeutschen Hauses das Monatstreffen der Ortsgruppe statt, das wieder gut besucht war. Neben Kaffee und Kuchen gab es einen besonderen Besuch. Die Kinder von Frau Maria Frank, einer sehr engagierten Böhmerwäldlerin aus Oppelitz,  die leider schon 2006 verstorben  ist und mehrere Bücher verfasst hat, Frau Dr. Elfriede Sextl und ihr Bruder Herr Fritz Frank, waren Gäste und haben aus dem Buch ihrer Mutter „Als wir aus dem Böhmerwald vertrieben wurden“ einige Kapitel vorgelesen. Dies war auch deshalb passend, weil sich die Vertreibung ja im nächsten Jahr zum 80. Mal jährt. Es war sehr still im Raum bei den einzelnen Vorträgen. Das Thema wurde sowohl geschichtlich als auch aus persönlichen Schilderungen mehrerer Betroffener wiedergegeben und die schrecklichen Erlebnisse aus der damaligen Zeit nochmal ins Bewusstsein gerufen. Bettelarm waren die Leute, die in Viehwaggons mit nur dem Nötigsten tagelang durch die Landschaft transportiert wurden, egal ob alt, Kinder, krank oder gesund. Die Qualen, die die Menschen damals durchlitten haben, sind unvorstellbar und wurden durch die Lesungen wieder ins Gedächtnis gerufen. Ihnen wurde nicht nur die Heimat mit allem, was ihnen lieb und wert war genommen, sondern auch ihre Ehre. Der Neuanfang in Bayern, Baden-Württemberg oder wo auch immer es sie hinverschlagen hat, war mühsam und anstrengend. Aber die Vertriebenen waren fleißig und haben es aus eigener Kraft wieder geschafft, ganz von vorne anzufangen, haben ihr Leben wieder in die Hand  genommen und Großartiges geleistet.

Noch einmal herzlichen Dank an die Geschwister Frank für diese einfühlsamen Vorträge.  Auch die Schlusswort von Frau Ruchty nach diesen Lesungen ermahnten jeden  Einzelnen,  das Seinige zu tun, um unseren nun 80-jährigen Frieden, den wir erleben durften, weiter zu bewahren.

Renate Ruchty

Monatstreffen Oktober OG München

Nachdem das Oktoberfest erst eine Woche vorüber war, haben wir beim Monatsreffen am 11. Oktober noch einmal das größte Volksfest der Welt Revue passieren lassen. Mit 17 Personen war die Veranstaltung schon wieder recht gut besucht.

Es wurde zwar kein Bier mehr ausgeschenkt, aber kleine Brezen lagen in weiß-blauen Schleifen auf den Tischen.. Kaffee und Kuchen standen auch wieder bereit. Nach der Begrüßung durch Obfrau Ruchty erzählte sie noch einmal rückblickend über die Entstehung dieses Festes, das 1810 anläßlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig mit Prinzessin Therese von Hildburghausen  seinen Anfang fand. Zu diesem Fest wurden damals die Bürger und Bürgerinnen aus München zu einem opulenten Mahl geladen. 1813 beschloss der Landwirtschaftliche Verein in Bayern das Fest weiterhin stattfinden zu lassen, schließlich eine praktische Gelegenheit, bäuerliche Leistungen zu präsentieren. Das Gelände, auf dem die „Wiesn“ stattfindet, geht auf den Namen der damaligen Braut Therese zurück, die Theresienwiese oder kurz Wiesn genannt. 1818 ging die Gaudi mit einem Karussell los, heute bieten über 100 Fahrgeschäfte den Besuchern Spaß an. 1850 wurde die Bavaria-Statue feierlich enthüllt und wacht seitdem friedlich über das Oktoberfest. Wem das eigentliche Oktoberfest zu laut und überlaufen ist, hat seit 2010 die Möglichkeit, die „Oide Wiesn“ zu besuchen, auf der es zwar nicht billiger aber weniger voll und gemütlicher ist. Bereits am Samstag findet der Einzug der Wiesenwirte und Bedienungen mit den prachtvollen Brauereigespannen statt, am Sonntag folgt der große Oktoberfest Trachten- und Schützenzug, bei dem unsere Gruppe in diesem Jahr mit der Zugnummer 22 b dabei war. Es war das 190. Oktoberfest. Der Anstich des ersten Fasses erfolgt traditionelll in der Bräurosl. Der erste Bürgermeister, der dieses Anzapfritual gründete war Thomas Wimmer, von der Münchner Bevölkerung liebevoll Wimmer Damal genannt. In den letzten Jahren konnten die Münchner OBs Ude und Reiter diesen Akt mit 2 Schlägen erfolgreich perfektionieren und mit den Worten „Ozapft ist, auf eine friedliche Wiesn“ eröffnen. Seit 1872 findet die Wiesn im September statt, weil das Wetter hier noch beständiger ist. Es lockt Gäste aus der ganzen Welt an und ist für die Stadt München ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Getrunken wurden ca. 6,5 Mio. Liter Bier und ca. 150 Ochsen verspeist, die genaue Zahl ist nicht bekannt. Es gibt 17 große und 21 kleine Zelte,, vor dem Zelt der Löwenbrauerei hebt der Löwe den Krug zum Maul reibt sich den Bauch und brüllt dazu Löwenbräu. Die Ortsgruppe München ist seit den 1950iger Jahren im 2-Jahresrhythmus am Festzug beteiligt, lange Jahre mit Festwagen, der  in der Augustiner Brauerei geschmückt und hergerichtet wurde und auf dem für den Böhmerwald u. a. typische Berufe und Sehenswürdigkeiten wie Holzschuhherstellung, Dreschen, die Burg Rosenberg oder der Obelisk mitgeführt und gezeigt wurden. Aufgrund des großen Arbeitsaufwands wurde dies vor einigen Jahren eingestellt. Hier ist auf alten Fotos auch zu sehen, wie sich die Trachten von kurz nun wieder zu einer schönen Länge geändert haben. Gedacht wurde auch an das Oktoberfestattentat am 26. September 1980, bei dem 13 Personen getötet und viele schwer verletzt wurden.

Beim diesjährigen Festzug und anschließend im Augustinerfestzelt war die Stimmung gut, der Durst nach 7 km in der Sonne und strammen Marschieren groß. Die Festschrift und die Ehrengabe, ein großer Taler mit Trachtenpaar wurde beim Monatstreffen bestaunt.

Es war ein gelungener Nachmittag, bei auch noch genügend Zeit für Unterhaltungen blieb.

R. Ruchty

Oktoberfest 2025

Beim 190. Oktoberfest in München waren auch wir Trachtler der OG München mit großartiger Unterstützung von 30 Personen aus Baden-Württemberg dabei. Bereits am Freitag traf die Gruppe aus Eppelheim und Esslingen/Nürtingen per Bus ein. Am Samstag durfte die große Gruppe auf der „Oidn Wiesn“ in der Boandlkramerei 2 mal auftreten. Eine Herausforderung bei den Temperaturen sowohl außen und vor allem im vollen Bierzelt. Der 1. Auftritt dauerte 15 Minuten, aber später dann machte die Musikkapelle des Zelts 45 Minuten Pause, die von unserer Gruppe gefüllt werden musste. Schon mit Unterstützung der Gruppen aus Eppelheim, Nürtingen und Esslingen und in voller Tracht wurde getanzt, was das Zeug hielt und die wochenlangen Proben vor diesem Ereignis haben Früchte getragen. Alles klappte wie am Schnürchen. Die Musik dazu lieferten Franz Klampfl mit der Tuba und Philipp Oberparleiter am Akkordeon. Es wurde alles geboten, was das Repertoire hergab: Jubiläumstanz, Mühlrad, Sprötzer Achterrüm, Howansook, Krummauer, Krüz König, Stockholm Scottish usw. Man glaubt es nicht, wie viele Tänze in 45 Minuten passen. Der Auftritt wurde bravurös gemeistert, teilweise bei einfacheren Tänzen wie Sternpolka klinkten sich sogar Besucher mit ein. Mit hochroten Köpfen endete der Auftritt und der Beifall vom Publikum war riesig. Die Mass danach war wohlverdient!

Einen Tag später dann der große Oktoberfest Trachten- und Schützenzug. Aufstellung ab 8:30 Uhr an der Litfaßsäule, Baum 3 in der Widenmayerstraße. Langsam trudelten alle ein, auch die restlichen Teilnehmer aus Esslingen/Nürtingen gesellten sich noch dazu. Es war ein großes Hallo über das Wiedersehen und an verschiedenen Stellen mussten noch Hauben und Tücher gesteckt und korrigiert werden, oder die Halstücher bei den Männern. Mit Zugnummer 20 b waren wir in der glücklichen Lage nicht so lange auf den Abmarsch warten zu müssen. Die Aufstellung in 5-Reihen war wieder eine Herausforderung, hat aber endlich doch geklappt. Wir haben es ja in früheren Jahren  schon einige Male geübt. Bereits um 10:30 Uhr marschierten wir hinter schmissiger Marschmusik los. Voran das Böhmerwaldwappen, das Luis Kronewitter getragen hat, herzlichen Dank dafür, es ist aus Vollholz und ganz schön schwer. Danach kam die Fahne, getragen von Florian Slawik, später von Michael Stempfhuber mit Fahnenbegleitung von Ursula Heckler und Theresa Unfug und danach kamen die Kinder, teils mit Leiterwagen aber auch schon in Tracht, ein Blickfang. Darauf folgten alle Trachtenträger bei Kaiserwetter und Sonnenschein. Es war schweißtreibend und die Geschwindigkeit bis zur Festwiese war enorm. Getragen von jubelnden Zuschauern marschierten wir durch die Prachtstraßen Münchens, Maximilianstraße, Theatinerstraße, Ludwigstraße, vorbei am erzbischäflichen  Palais mit Kardinal Marx auf dem Balkon, huldvoll winkelnd, weiter Richtung Stachus mit Wende in der Sonnenstraße durch die Schwanthalerstraße, Paul-Heyse-Straße, Kaiser-Ludwig-Platz und zum Esperantoplatz, das Ziel bereits vor Augen. Endlich angekommen im Augustinerfestzelt, stürmten wir an die für uns reservierten Tische und viele haben erstmal ein großes Wasser getrunken,, obwohl es such unterwegs immer angeboten wurde. Aber die erste kühle Maß und das Hendl dazu schmeckte anschließend gut und wir haben uns das alle wohl verdient.

Im Zelt war es dann recht lustig und es war schade, dass sich die Württemberger schon bald wieder auf den Heimweg machen mussten. Wir haben zusammen den Böhmerwald großartig repräsentiert. Herzlichen Dank an alle, die dabei waren und für die  Unterstützung der Gruppen aus BW. Die Plätze im Hotel für 2027 sind bereits reserviert.

R. Ruchty

Monatstreffen OG September 2025

Am 19.09.2025 fand nach der Sommerpause das erste Monatstreffen der Ortsgruppe München statt. So war auch das Motto der Veranstaltung „Schulbeginn“. Zu dieser Veranstaltung konnte Obfrau Ruchty wieder einmal 19 Gäste begrüßen, seit Ende von Corona die stärkste Beteiligung bei einem Monatstreffen. Jeder Besucher erhielt eine kleine Schultüte mit allem, was es in Schultüten zu finden gibt, Block, Stift und natürlich auch Süßes.

Gesprochen wurde über den Schulbeginn in der alten Heimat und an Erinnerungen daran. So erzählte Frau Ring, ehemalige Lehrerin und Rektorin, dass sie als Lehrerin einmal an einen Schüler eine Watschen ausgeteilt habe. Heute wäre das unvorstellbar und erst im Jahr 1973 wurde diese Strafe bundesweit und 1983 dann auch an Bayerns Schulen verboten. Oder es kamen die langen Schulwege zur Sprache und die unzureichende Kleidung, teils mit Holzschuhen, wenn die guten Schuhe zu klein geworden sind und wie die Holzschuhe mit Schnee aufgestöcktelt haben. Oft trockneten die Kleider während der Schulzeit nicht oder wurden zum Trocknen im Klassenzimmer, das von einem kleinen  Ofen beheizt war aufgehängt. Die Klassenstärke betrug oft über 40 Kinder in mehreren Altersstufen und während die einen unterrichtet wurden hatten die anderen Stillarbeit zu leisten. Aber die Erfolge waren trotzdem beachtlich. Es war ein interessanter Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und mit vielen amüsanten Erzählungen.

R. Ruchty

Bundestreffen Passau 2025

Am 26. und 27. Juli fand in Passau das Bundestreffen statt. Die Sing- und Volkstanzgruppe München ist bereits am Freitag angereist. Bei regnerischem Wetter wurde der Fahnenständer, die Fahnen und das Gepäck in den Bus geladen und pünktlich um 18:00 Uhr war die Abreise. Unterwegs wolkenbruchartiger Regen. Auch bei der Ankunft in Passau regnete es noch. Nachdem wir im Hotel unsere Zimmer bezogen hatten ging’s noch in die Pizzeria nebenan, wo wir mit wagenradgroßen Pizzen und leckeren Bruschetti verköstigt wurden.

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Heimatkreistreffen Bischofteinitz und Landesgartenschau Furth im Wald 21./22. Juni 2025

Am 21./22. Juni fand der lange vorbereitete Auftritt der Böhmerwald Sing- und Volkstanzgruppe München in Furth i.W. bei der Landesgartenschau statt. Eingeladen wurden wir vom Vorsitzenden des Heimatkreises Peter Pawlik, der an diesem Wochenende in seiner Patenstadt sein Heimatkreistreffen feierte. Dabei war es sogar möglich, unser Kulturgut bei zwei Auftritten auch dem größeren Publikum der Landesgartenschau zu präsentieren, die in diesem Jahr vom 22.Mai bis 5. Oktober in Furth im Wald stattfindet.

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Muttertagsfeier der Ortsgruppe München am 4. Mai

Am 04. Mai hat die Ortsgruppe München des Deutschen Böhmerwaldbundes im HdO ihre vorgezogene Muttertagsfeier abgehalten.

Es war erfreulich, wie schnell sich der große Raum füllte. Auch Gäste, die schon lange nicht mehr da waren kamen zu Besuch, wie der ehemalige stellvertretende Bundesvorsitzende Franz Payer mit Gattin Maria und wurde herzlich begrüßt. Weiterlesen